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	<title>Reisezeit im Rahmen einer Pauschalreise und Schadensersatz - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Wikipadmin: /* Tenor */</title>
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		<updated>2019-07-29T06:30:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tenor&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<title>Wikipadmin am 7. Oktober 2017 um 21:27 Uhr</title>
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		<updated>2017-10-07T21:27:34Z</updated>

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		<author><name>Wikipadmin</name></author>
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		<id>https://passagierrechte.org/index.php?title=Reisezeit_im_Rahmen_einer_Pauschalreise_und_Schadensersatz&amp;diff=5707&amp;oldid=prev</id>
		<title>Wikipadmin: Die Seite wurde neu angelegt: „=Verkürzung der Reisezeit= Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass bei Fernreisen mit einer langen Flugzeit und einer dabei zu berücksichtigenden Zeitversc…“</title>
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		<updated>2017-10-07T14:28:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „=Verkürzung der Reisezeit= Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass bei Fernreisen mit einer langen Flugzeit und einer dabei zu berücksichtigenden Zeitversc…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;=Verkürzung der Reisezeit=&lt;br /&gt;
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass bei Fernreisen mit einer langen Flugzeit und einer dabei zu berücksichtigenden Zeitverschiebung der Erholungswert eingeschränkter ist, je kürzer die Reise ist. Bei einer nur 10 tätigen Fernreise fällt eine 2 tätige Verkürzung stark ins Gewicht und beeinträchtigt damit den Erholungswert der Reise in erheblichem Maße. Bucht der Reisende eine Ersatzreise, so steht diese eine  Anspruch auf Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit dem Grunde nach nicht entgegen. Auch wenn der Reisende im Falle einer vereitelten Reise eine ihm durch den [[Reiseveranstalter]] angebotene Ersatzreise nicht durchführt, so steht dies dem Entschädigungsanspruch nicht entgegen (BGH, Urt. v. 11.01.05, Az.: X ZR 118/03).&lt;br /&gt;
Nach der Malediven Entscheidung des BGH ist der Antritt einer Ersatz-Reise darf dem vertragsbrüchigen [[Reiseveranstalter]] nicht zugutekommen und dieser Anspruch darf keinen Einfluss auf den Erstattungsanspruch nach § 651 f Abs. 2 BGB haben. Nach dieser Entscheidung kommt es für einen Entschädigungsanspruch nach § 651 f Abs. 2 BGB auch nicht darauf an, wie der Reisende die ursprünglich für die ausgefallene Reise vorgesehene Zeit letztlich verbracht hat. Denn bereits bei der Vereitelung steht fest, dass der Reisende den von ihm geplanten konkreten Nutzen seiner Urlaubszeit, in diesem Fall den Erfolg der von ihm bei [[Reiseveranstalter]] gebuchten Reise nicht oder nicht vollständig erreichen kann. Der Reisende muss sich auch keine eigenen überobligatorischen Anstrengungen für die [[Buchung]] der Ersatzreise im Wege einer Vorteilsausgleichung anrechnen lassen. Solche Umstände müssen bei der Schadensberechnung auch nicht berücksichtigt werden, mit der Folge, dass ein möglicher Schaden letztendlich doch nicht entstanden wäre.&lt;br /&gt;
=LG Köln, Urt. v. 23.05.17, Az.: 138 C 569/15=&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Zwei Reisende buchten eine Pauschal-Flugreise von Frankfurt a.M. auf die Malediven. Die Reise umfasste die Flüge, die Unterbringung im Hotel und die Verpflegungsvariante „all inclusive“. Die Reise war für den Zeitraum vom 29.03.15 bis zum 09.04.15 geplant. Am 05.03.15 wurde den Reisenden mitgeteilt, dass die Rückreise zwei Tage früher erfolgen muss, da der vorgesehene Rückflug gestrichen wurde. Weiterhin wurden die Reisenden darüber informiert, dass der Hinflug nun eine Zwischenübernachtung in Muscat vorsieht. Daraufhin traten die Reisenden von dem [[Reisevertrag]] zurück und buchte eine neue Reise bei einem anderen [[Reiseveranstalter]] mit demselben Reisezeitraum. Die entstandenen Mehrkosten wollen die Reisenden erstattet bekommen. Die Reisenden gehen davon aus, dass Ihnen eine Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit in Höhe von 50 % des jeweiligen Reisepreises zusteht und die Mehrkosten für die Ersatzbuchung übernommen werden müssen.&lt;br /&gt;
==Tenor==&lt;br /&gt;
Das Gericht entschied, dass im vorliegenden Fall die Reise vereitelt wurde und somit ein Kündigungs-bzw. Rücktrittsgrund für die Reisenden vorlag. Die Reise wurde um zwei Tage verkürzt und auf dem Hinflug sollte dazu noch eine Zwischenübernachtung stattfinden. Dennoch wird eine Entschädigung in Höhe von 50 % des Reisepreises als zu hoch angesehen. Angemessen erscheint eine Entschädigung in Höhe von 30 % des Reisepreises. Denn hier muss beachtet werden, dass die Reise zwar gescheitert ist, die Reisenden zu einem Rücktritt vom [[Reisevertrag]] berechtigt sind aber die angebotene Leistung des Reiseveranstalters nicht komplett weggefallen ist. Die Reise hätte dennoch für die acht von zehn Tagen durchgeführt werden können. Eine solche Verkürzung um zwei Tage stellt einen Rücktrittsgrund dar aber lässt den Antritt der Reise nicht komplett nutz-oder sinnlos erscheinen. Das lässt sich auch dadurch bestätigen, dass die Reisenden schlussendlich auch bei ihrer Ersatzreise nur für acht Tage auf die Malediven gereist sind. Die Reisenden hätten also noch einen nennenswerten Teil ihrer Urlaubszeit verbringen können. Aus diesem Grund steht Ihnen nur eine Entschädigung in Höhe von 30 % des Reisepreises zu.&lt;br /&gt;
=Urteile=&lt;br /&gt;
* BGH, Urt. v. 11.01.05, Az.: X ZR 118/03&lt;br /&gt;
* LG Köln, Urt. v. 23.05.17, Az.: 138 C 569/15&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikipadmin</name></author>
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