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	<title>Rechtswahlvereinbarung Irisches Recht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in PASSAGIERRECHTE</subtitle>
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		<id>https://passagierrechte.org/index.php?title=Rechtswahlvereinbarung_Irisches_Recht&amp;diff=10717&amp;oldid=prev</id>
		<title>Wikipadmin: /* Tenor */</title>
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		<updated>2019-01-04T11:44:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tenor&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Wikipadmin</name></author>
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		<title>Wikipadmin: /* AG Simmern/Hunsrück, Urteil vom 19.04.17, Az.: 32 C 571/16 */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;AG Simmern/Hunsrück, Urteil vom 19.04.17, Az.: 32 C 571/16&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<id>https://passagierrechte.org/index.php?title=Rechtswahlvereinbarung_Irisches_Recht&amp;diff=5747&amp;oldid=prev</id>
		<title>Wikipadmin am 7. Oktober 2017 um 21:24 Uhr</title>
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		<author><name>Wikipadmin</name></author>
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		<title>Wikipadmin: /* AG Simmern/Hunsrück, Urteil vom 19.04.17, Az.: 32 C 571/16 */</title>
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		<title>Wikipadmin am 7. Oktober 2017 um 14:45 Uhr</title>
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		<author><name>Wikipadmin</name></author>
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		<title>Wikipadmin: Die Seite wurde neu angelegt: „Im vorliegenden Fall hat der Fluggast bei einem in Irland ansässigen Luftfahrtunternehmen namens Ryanair einen Hin- und Rückflug gebucht von Hahn nach Ma…“</title>
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		<updated>2017-10-04T19:37:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Im vorliegenden Fall hat der Fluggast bei einem in Irland ansässigen &lt;a href=&quot;/Luftfahrtunternehmen&quot; title=&quot;Luftfahrtunternehmen&quot;&gt;Luftfahrtunternehmen&lt;/a&gt; namens Ryanair einen Hin- und Rückflug gebucht von Hahn nach Ma…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Im vorliegenden Fall hat der Fluggast bei einem in Irland ansässigen [[Luftfahrtunternehmen]] namens Ryanair einen Hin- und Rückflug gebucht von Hahn nach Marrakesch für den 29.09.15 in Höhe von 364,25 € (inkl. Steuern) pro Person.&lt;br /&gt;
In den AGB dieses Luftfahrtunternehmens ist geregelt, dass Flugtickets nicht erstattungsfähig sind und bei Nichtantreten einer Reise nur die gezahlten Gebühren und Steuern abzüglich einer Verwaltungsgebühr zurückverlangt werden können. Weiterhin ist geregelt, dass der Beförderungsvertrag, die Beförderungsbestimmungen dem irischen Recht unterliegen und die irischen Gerichte zuständig sind.&lt;br /&gt;
Der Fluggast stornierte seinen [[Flug]] und verlangte die Rückzahlung der im Ticketpreis enthaltenen Steuern und Gebühren und auch die Rückzahlung des Ticketpreises. Der Fluggast erachtet die Klausel, die bestimmt, das Flugtickets nicht erstattungsfähig sind für unwirksam nach §§ 308 Nr. 7 b, 309 Nr. 5 b BGB und behauptet das § 649 BGB nur durch eine Individualvereinbarung ausgeschlossen werden könnte. Auch das irische Recht sei nach Angaben des Fluggastes nicht wirksam einbezogen worden. &lt;br /&gt;
Das [[Luftfahrtunternehmen]] hingegen ist der Meinung, dass die Rechtswahlklausel zulässig ist und damit irisches Recht angewendet werden kann. Da die AGB wirksam einbezogen wurden, schuldet das [[Luftfahrtunternehmen]] auch nicht die Erstattung des Ticketpreises. Diese Klausel verstößt nicht gegen die europäische Richtlinie 93/137EWG über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen und diese Klausel ist auch nach deutschem Recht wirksam. Weiterhin geht das [[Luftfahrtunternehmen]] von der Disponibilität des § 649 BGB aus und das [[Luftfahrtunternehmen]] hat gewichtige Gründe dafür, dass Flüge nicht als stornierbar ausgestaltet werden. Die zu erstattenden Steuern und Gebühren belaufen sich nicht höher als die gemäß den AGB zu erhebende Verwaltungsgebühr.&lt;br /&gt;
Das Gericht entschied, dass im vorliegenden Fall deutsches Recht angewendet werden muss und das die Klausel, welche bestimmt, dass auf den zwischen den Parteien geschlossenen Vertrag irisches Recht anzuwenden sei, ist gemäß § 307 BGB unwirksam. Diese Klausel ist bereits in der Gesamtschau unwirksam unabhängig davon ob vom Wortlaut her eine eindeutige Rechtswahl zu Gunsten des irischen Rechts überhaupt getroffen werden kann. Geht es um eine Luftbeförderung, so ist es erlaubt, dass das [[Luftfahrtunternehmen]] auch mit Verbrauchern Rechtswahlvereinbarungen trifft. Dabei müssen die Form des Vertrages und die Frage ob die AGB wirksam sind, nach deutschem Recht beurteilt werden. &lt;br /&gt;
Die Zuständigkeit irischer Gerichte verstößt gegen § 38 ZPO und gegen Art. 28 und Art. 29 EuGVVO. Denn der Verbraucher soll die Möglichkeit haben vor seinem Heimatgericht klagen zu können. Da im vorliegenden Fall zumindest eine der Klauseln unwirksam ist, kommt es durch den Summierungseffekt zu einer Gesamtunwirksamkeit der Klausel auch wenn eine der Klauseln möglicherweise noch zulässig ist. &lt;br /&gt;
Nach Ansicht des Gerichts ist die Klausel unwirksam, welche bestimmt, dass gekaufte Flugtickets nicht erstattungsfähig sind. Denn diese verstößt gegen § 308 Nr. 7 BGB. Nach § 308 Nr. 7 BGB ist eine Bestimmung in den AGB unwirksam, nach der der Verwender der AGB für den Fall, dass eine Vertragspartei sich von dem Vertrag lösen sollte, eine unangemessenen hohe Vergütung oder einen unangemessenen hohen Ersatz von Aufwendungen verlangen kann. Ob tatsächlich ein unangemessen hoher Ersatz für von Aufwendungen verlangt wird, bestimmt sich nach § 649 BGB. Der Unternehmer kann nach dieser Vorschrift  die vereinbarte Vergütung verlangen aber er muss sich dann das anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder zu erwerben böswillig unterlässt. Es wird vermutet das dem Unternehmer 5 % der auf den noch nicht erbrachten Teil der Werkleistung entfallenden vereinbarten Vergütung zustehen. Es reicht nicht aus, dass das Luftfahrtunternehmen den Vorwand einbringt, dass der gekündigte Flug mit einem erhöhten Personalaufwand nicht mehr erneut verkauft werden kann. Im vorliegenden Fall wäre ein Wiederverkauf des Flugtickets wohl problemlos möglich, da die Kündigung hier rechtzeitig erfolgt ist. &lt;br /&gt;
Folglich kann der Fluggast zwar nicht die Rückerstattung der Steuern verlangen aber er kann den gezahlten Ticketpreis verlangen.&lt;/div&gt;</summary>
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